Praxis für Familienmedizin - Dr. Martin Junker und Stefanie Junker - Hausarztpraxis in Olpe

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Lichttherapie

Licht beeinflusst die innere Uhr und damit das Leben von Mensch und Tier. Fortpflanzung, Winterschlaf, Appetit, Wohlbefinden, Schlaf und viele Körpervorgänge mehr werden durch eine innere Uhr gesteuert. Diese wiederum wird u.a. durch die Tageslänge eingestellt. Ohne Sonnenlicht werden Menschen, Tiere und Pflanzen krank. Wenn die Tage im Herbst kürzer werden, bewirkt der Lichtmangel beim Menschen eine höhere Melatoninproduktion im Körper. Melatonin ist ein Hormon, das für den Schlafbedarf zuständig ist. Dieser sinnvolle Mechanismus bewirkt, dass wir im Allgemeinen müde werden, wenn es dunkel wird. Ein erhöhter Melatoninspiegel kann jedoch zur Depression (Winterdepression, SAD) führen. Seit den 80er Jahren weiß man um den Zusammenhang zwischen der sogenannten Winterdepression und der kurzen Wintertage.

Eine ausreichend lange intensive Bestrahlung der Haut und der Netzhaut der Augen bringt bei richtiger Anwendung die innere Uhr wieder in ihren Takt und sorgt gleichzeitig dafür, dass der Neurotransmitter Serotonin wieder in höherer Konzentration vorliegt.
Serotoninmangel ist Ursache jeder Depression. Dieser Gehirnbotenstoff sorgt für die Informationsübermittlung von Gehirnzelle zu Gehirnzelle.
Wenn diese Informationsübermittlung wieder gut funktioniert, kann man wieder besser denken, besser fühlen, besser schlafen, das Leben wieder intensiver genießen. Denkhemmung, Gefühlshemmung, Konzentrations-, Schlaf- und auch Verhaltensstörungen wie z.B. Angstzustände lassen deutlich nach oder verschwinden ganz. Auch Gesunde können ihr gesamtes Wohlbefinden und ihre Leistungsfähigkeit durch Licht nachweislich erhöhen.

Aus diesen Erfahrungen wurde ein spezielles Verfahren zur Behandlung der saisonal abhängigen Depressionsform (SAD) mit Licht und anderer lichtabhängiger Erkrankungen entwickelt.

Der Patient schaut dabei täglich aus mindestens 1 m Abstand für etwa 20 bis 60 Minuten - am besten direkt nach dem Erwachen oder zumindest frühmorgens – in spezielle Lampen, die weißes Licht ohne UV und extreme Blauanteile aussenden. Die Strahlung wird über die Augen und z.T. auch über die Haut aufgenommen und über den Sehnerv zu bestimmten Hirnarealen weitergeleitet. Die Wirksamkeit ist gut nachgewiesen bei einer Exposition von 10.000 Lux für eine halbe Stunde oder 2.500 Lux für zwei Stunden. Wichtig ist, dass das Licht auf die Netzhaut fällt, der Patient muss aber nicht direkt in die Lichtquelle sehen.

Licht wirkt darüber hinaus über Vitamin D förderlich auf das Immunsystem, den Knochenstoffwechsel und die UV-Anteile des Lichts können direkt keimtötend wirken.

Anwendungsgebiete

  • Depressionen
  • saisonale Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Verwirrtheit
  • innere Unruhe
  • Jetlag/Zeitzonenwechsel
  • Störungen der inneren Uhr bei
  • Schichtarbeitern.
  • Gesunde können mittels Lichttherapie ihr Wohlbefinden und ihre Leistungsfähigkeit steigern.

Kosten

In der Regel sollten mindestens 10 Behandlungen erfolgen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, privat versicherte Patienten sollten die Kostenübernahme vorab mit ihrer Versicherung klären. Eine Sitzung kostet 5 Euro.

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